Auf in dein persönliches Abenteuer!
Wenn man auf der Suche nach einem Abenteuer ist, greifen viele Menschen zu einem Buch, schauen einen Film oder setzen sich vor die Gaming-Konsole, um über ein Medium in eine fantastische Welt einzutauchen und sich dort den Herausforderungen zu stellen, die der Alltag so nicht bieten kann: sich als Held oder Heldin fühlen, fremde Gegenden erkunden, und am Ende einen starken Boss besiegen.
Doch eine kleine Gruppe von Acht- bis Zwölfjährigen hat im Juli diesen Jahres die Erfahrung machen können, dass große Abenteuer nicht nur mit Technik zu erleben sind, sondern ganz in ihrer Nähe in der freien Natur. Wildnispädagogin Theresia und Resilienztrainerin Kathrin sorgten mit ihrem Abenteuer-Natur-Camp für Abstand vom alltäglichen Trubel, gaben den Kindern neue Anreize und verhalfen ihnen dabei, sich und die anderen auf eine ganz neue Weise kennenzulernen.
Zu Beginn dieses gemeinsamen Abenteuers sorgte der ungewohnte Verzicht auf Handy, fließendes Wasser und Toiletten bei dem einen oder anderen noch für Verstimmung. Doch schon nach kurzer Zeit waren die Kinder mitten in ihrem Abenteuer angekommen. Sie haben sich eingelassen, ausprobiert, geholfen, gelacht und als Gruppe immer besser zusammengefunden. Gemeinsam wurde mit Zelten ein kleines Camp im Wald errichtet und somit die passende Umgebung für ihr persönliches Abenteuer geschaffen. Die Kinder versorgten sich selbst, kochten gemeinsam am Feuer, bauten Klohäuschen und mussten untereinander Aufgaben verteilen, damit am Ende für alle gesorgt war. Sie übernahmen für sich und für andere Verantwortung. Während der alltäglichen Morgenkreise wurde deutlich, wie schnell neue Freundschaften entstanden und wie stolz die Kinder auf das waren, was sie ganz eigenständig als Held oder Heldin geschaffen hatten. Sie erschlossen sich den Wald und die sich darin befindenden Schätze, lernten den Umgang mit Werkzeugen kennen und erschufen auf ihre ganz eigene Art und Weise Dinge aus Naturmaterialien. Es wurden Armbänder aus Brennnesselfasern geflochten oder eigene Glutschalen hergestellt.
Neben den Beschäftigungen mit den Pflanzen und anderen Waldmaterialien, galt es ebenfalls, sich mit dem Tierreich auseinanderzusetzen. Ein Workshop zur Tierkommunikation war für viele Kinder ein besonderes Erlebnis und vertiefte das Verständnis im Zusammenleben von Mensch und Tier.
Und dann gab es da noch einen ganz besonderen Begleiter, ohne den die Abenteuerreise der Kinder kaum denkbar gewesen wäre: das Quad!
Das Quad war nicht nur Spaß, sondern das wichtigste Lastenfahrzeug im Camp – und war dadurch von Anfang an wie selbstverständlich Teil des kleinen Naturlebens.
Vier Tage Natur.
Vier Tage Gemeinschaft.
Vier Tage echte Abenteuer.
Und das Beste: ganz plötzlich verspürte jede und jeder Stolz auf das, was er oder sie selbst schaffen kann. Geradeso, als hätten die Kinder tatsächlich ihren eigenen Endboss besiegt und konnten nun mit neuer Kraft und guten Gefühlen nach ihrem gemeisterten Abenteuer wieder nach Hause zurückkehren.
Alle nehmen sie viele schöne Erinnerungen mit – und sind sich sicher: das war nicht das letzte Abenteuer dieser besonderen Art!
„„Aktivität ist der einfache, Abenteuer der besondere Weg zum Glück.““
Herzlichen Dank an Kathrin und die Künstler bei Pixabay für die Bereitstellung und Erlaubnis zur Nutzung der Bilder! 🙏🏻